Das Bergbaumuseum

Das übertägige Museum, 1987 eröffnet, zeigt Ausstellungen zur Entstehung der Lagerstätten, zur Geologie und Mineralogie sowie 800-jährigen Geschichte des Kupferschieferbergbaues.

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten präsentiert sich seit September 2013 die neue Dauerausstellung mit dem Titel „Dies und anderes mehr kommt alles vom Bergbau her.“
In den drei großen 3 Themen: „Der Berg“, „Der Bergbau“, „Der Bergmann“ wird unter Beachtung des Zeitbezugs die 800jährige Geschichte des Kupferschieferbergbaus im Mansfeldischen dargestellt.

Gezähe, Bohr- und Ladegeräte, untertägige Transportmittel, Abbaumechanisierung, Geräte und Maschinen der Wetterführung und Wasserhaltung sowie zahlreiche Modelle und Bilddokumente machen das Museum zu einer attraktiven Einrichtung.

Im Haldenbereich befindet sich eine Ausstellung der Schachtfördertechnik, die nur im Kupferschieferbergbau typisch war.

Der Museumsshop bietet Literatur, Mineralien und Erzeugnisse daraus, Wetterlampen und Geleuchte, sowie weitere bergbautypische Produkte.

Infostelle Geopark-Netzwerk

Der Geopark wurde im Jahr 2002 gegründet. Er erstreckt sich über die gesamte Breite des Mittelgebirges vom Südharzvorland bis zum Flechtlinger Höhenzug im Norden. Träger des Geoparks sind der Regionalverband Harz e. V. mit Sitz in Quedlinburg und der Verein Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen mit Sitz in Königslutter. Ein Netzwerk aus Mitgliedern beider Vereine leistet Geoparkarbeit vor Ort.Gemeinsam haben sie sich dem Schutz von Geotopen und einer modernen Umweltbildung verschrieben.Sie verfolgen eine nachhaltige Regionalentwicklung durch Förderung des Tourismus über die Grenzen der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hinweg. Seit 2005 ist der Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen. Mitglied im Netzwerk europäischer Geoparks (EGN). Seit 11. Februar 2005 wird er von der UNESCO als Mitglied im „Global Network of Geoparks“ anerkannt.

Der Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen. untergliedert sich mittlerweile in insgesamt 17 Landmarken. Als ein Informationsstützpunkt des Geoparks wurde auch das Bergbaumuseum und Schaubergwerk Röhrigschacht in Wettelrode bestätigt. Wir sind die Anlaufstelle der Landmarke 12. Bei uns erhalten sie auch über alle weiteren Landmarken Informationen.
Es ist eine große Informationsfläche zurzeit in Arbeit. Wir hoffen Ende 2008 eine aussagefähige Informationswand über den Geopark in Zusammenarbeit mit dem
Harzklub e. V. präsentieren zu können.

Die Landmarke 12 befindet sich im Südharzgebiet zwischen Sangerhausen und Wallhausen und bindet die Helmeniederungen mit ein. Bis zu 2 Mio. Jahre alt und mehr als 50 Meter mächtig können die meisten Tone, Schluffe, Sande und Kiese sein, mit denen die Helme die Niederung im Pleistozän auffüllte. Sie bilden mit den Gesteinen des Tertiärs das Lockergesteinsstockwerk. Durch tektonische Vorgänge vor etwa 80 – 50 Mio. Jahren wurde die ursprünglich flache Lagerung der Meeres- und Seesedimente verändert.
Heute treten in den Gesteinsschollen verschieden alte Gesteine aus unterschiedlichen Bildungsräumen nebeneinander auf. Sobald die Gesteine des Zechsteins in die Nähe der Erdoberfläche kommen, beginnen auf Grund ihrer chemischen Zusammensetzung Lösungsprozesse durch Wasser. Dieser Vorgang heißt Verkarstung.
Gipskarst ist am gesamten Südharz zu finden. Er zeichnet sich durch romantische Höhlen, bizarre morphologische Formen und eine seltene Flora aus, die entlang des Karstwanderweges zu beobachten ist.

Die Spitzkegelhalde „Hohe Linde“ ist das Zentrum der Landmarke 12. Sie ist das äußere Zeichen des Kupferschieferbergbaus im Sangerhäuser Revier.
Die Nebengesteine des Kupferschieferflözes wurden hier von 1956 – 1990 auf einer Fläche von 12,6 ha, 145 Meter hoch aufgeschüttet. Heute ist sie mit ihrer weithin sichtbaren Silhouette eines der Wahrzeichen von Sangerhausen.
Neben dem Bergbaumuseum und Schaubergwerk  Röhrigschacht Wettelrode mit dem sich anschließenden Bergbaulehrpfad, sind in dieser Region besonders zu erwähnen:

- die Grillenburg, oberhalb des Ortes Grillenberg
- die Wippraer Zone im ehemaligen Steinbruch an den Pferdeköpfen
- der Schlösschenkopf  bei Lengefeld
- die Dinsterbachschwinde bei Questenberg
- der Bauerngraben bei Breitungen
- die Heimkehle bei Uftrungen
- das Freilichtmuseum Tilleda
- der Karstwanderweg
- und nicht zuletzt die Stadt Sangerhausen mit historischem Stadtkern, Spenglermuseum und Europa-Rosarium.

Biosphärenreservat

Willkommen im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz!

Zwischen der historischen Europastadt Stolberg im Westen und der Rosenstadt Sangerhausen im Osten erstreckt sich das in Gründung befindliche Biosphärenreservat. Es beherbergt eine der bedeutendsten Gipskarstlandschaften Europas. Vor über 250 Millionen Jahren war hier einmal tropischer Meeresgrund. Das Meer ist verschwunden, aber der ehemalige Meeresboden ist geblieben - mächtige Ablagerungen des Zechsteins, die zu Gips verwittern und der Landschaft ihr besonderes Erscheinungsbild geben. Wasser versickert hier schnell im Untergrund. Wo vor einiger Zeit noch ein Bach war, ist nun nur noch ein trockener Bachlauf zu sehen - eine „Bachschwinde“. Höhlen, Dolinen und Erdfälle sind allerorten anzutreffen, entstehen und vergehen.
Durch die abwechslungsreiche Kulturlandschaft und die herausragende Naturausstattung ist der Südharz für ein solches Biosphärenreservat geeignet. Reservat als deutsche Übersetzung kommt von dem lateinischen Wort „reservare“, was „erhalten“ heißt. Die UNESCO erklärt wertvolle Landschaften zu Biosphärenreservaten, in denen eine Land- und Ressourcennutzung stattfinden soll, die im Einklang mit der Natur steht. Die hier lebenden und wirtschaftenden Menschen und auch die nachfolgenden Generationen sollen diese Landschaft in all ihren Nuancen genießen können. Biosphärenreservate müssen Kriterien erfüllen, um in das weltweite Netz der UNESCO aufgenommen zu werden.

Wer auf historischen Pfaden wandelt, findet Burgruinen inmitten eines dunklen Waldes wie im Märchen, Zeugen uralter heidnischer Bräuche, wie die Queste bei Questenberg, allerorten Spuren des jahrhundertelangen Bergbaus: Hier in Wettelrode ist dieser immer noch auf alte Weise untertage im Schaubergwerk erlebbar.

Erkunden sie gemeinsam mit fachkundigen Führern die Geheimnisse des Südharzes, zum Beispiel auf einer der beliebten „Sonntagswanderungen“ oder speziellen Themenausflügen. Zahlreiche ausgeschilderte Wanderwege ermöglichen auch die Entdeckungstour auf eigene Faust.
Für Schulklassen und Kindertagesstätten bietet das Team des Biosphärenreservats speziellen Erlebnisunterricht unter freiem Himmel an: Jäger der Nacht, Orientierung im Gelände, Tiere im Wald oder Spurensuche in der Natur sind Beispiele dafür.
Dauerausstellungen zum Biosphärenreservat gibt es in Stolberg, Wettelrode und Rossla. Hier hat auch die Verwaltung ihren Sitz. Sie beherbergt u.a. die Karstbibliothek mit interessantem Schrifttum rund um den Karst.
Informationen und Auskünfte erhalten Sie unter der nachfolgenden Adresse, Führungen und Vorträge zu verschiedenen Themen können Sie jederzeit nach Absprache bei uns buchen.

Sie erreichen uns werktags von 08.00 – 15.30 Uhr bzw. nach Absprache. An den Wochenenden stehen Ihnen für Informationen zum Biosphärenreservat unsere Ausstellungen in Stolberg/Harz und im Besucherschaubergwerk in Wettelrode zur Verfügung.

Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse wecken konnten und freuen uns auf Ihren Besuch im Südharz!

Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Hallesche Str. 68 a
06536 Rossla
Tel. 03 46 51/ 29 88 90
Fax 03 46 51/ 29 88 999

www.bioreskarstsuedharz.dewww.karstwanderweg.de