Haldenbesteigung

Jedes Jahr laden die Bergleute im Mai und August zur Besteigung des Industriedenkmals „Hohe Linde“, nördlich von Sangerhausen, ein. Die Haldenbesteigungen werden vom Blaskonzert der Schalmeienkapelle Martinsrieth begleitet. Die Musiker erklimmen sogar den Gipfel samt Instrumenten!

Zu den angebotenen Terminen kann man für einen geringen Obolus den Aufstieg wagen, und sich Sangerhausen und die Region von oben anschauen. Fachpersonal vor Ort kümmert sich um die Sicherheit und wird die Fragen zur Halde und zur Bergbaugeschichte beantworten. Für Kinder ist die Begehung der Halde erst ab 6 Jahren in Begleitung von Erwachsenen erlaubt.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Alle Teilnehmer erhalten einen Nachweis, als Beweis für den Aufstieg.

Anfahrtsmöglichkeiten: über Sangerhausen (Parkmöglichkeit am Tierheim / Eschental und dann weiter zu Fuß) oder über die Ortschaft Lengefeld (Parken am Sportplatz und dann weiter zu Fuß).

Das Industriedenkmal "Hohe Linde" als eines der Wahrzeichen der Berg- und Rosenstadt Sangerhausen hat heute eine Höhe von 145 m. Der Gipfel liegt genau 400 Meter über N.N.. Mit der Aufschüttung der Halde begann man im Jahr 1956 und im Zuge der Betriebseinstellung im Jahr 1990 erfolgte die Beendigung der Bergeförderung. In den insgesamt 34 Betriebsjahren wuchs und wuchs die Halde. Auf einer Fläche von ca. 12,6 ha befinden sich heute etwa 15 Mill. Tonnen Gestein. Als Gesteine sind vorwiegend Zechsteinkalk, Anhydrid und Rotliegendes aufgeschüttet. Ganz geringe Teile sind auch Kupferschieferflöz und Steinsalz enthalten.
Die Abraumhalde ist das letzte Zeugnis der technischen Anlagen des Kupferschieferbergbaus in Sangerhausen.

VORGEMERKT - Termine 2016

Haldenbesteigung "Hohe Linde"

Haldenbesteigung "Fortschrittschacht"